Nahrungsmangel im Winter – ist füttern sinnvoll?

Da die Nager keinen Winterschlaf halten, sind sie auch in den kalten Monaten auf Nahrungssuche. Gerade bei starkem Bodenfrost kann das sehr schwierig werden, denn dann kommen sie nicht mehr an ihre vergrabenen Vorräte. Wenn Sie den Tieren helfen möchten, können Sie sie am besten mit Nüssen, Rosinen, Maiskernen und Sonnenblumenkernen füttern.

Erdnüsse sollten nur sparsam gegeben werden. Wer regelmäßig Vögel füttert, konnte vielleicht schon beobachten, dass sie auch gerne am Vogelfutter naschen.

Wer möchte, kann auch passende Futterautomaten anbringen. Beim Anbringen ist zu beachten, dass sie sicher vor Katzen und Greifvögeln hängen. Die Nager sind grundsätzlich Einzelgänger. Wer dennoch mehrere kleine Besucher im Garten findet, sollte wenigstens zwei separate Futterautomaten anbringen, damit kein Streit entbrennt.

Nützlicher als regelmäßiges Füttern ist das Anpflanzen von Haselnusssträuchern und Beeren, an denen sich die Tiere selber bedienen können. Wer besonders viel Platz hat, kann auch einen Walnussbaum oder Fichten anpflanzen. Die Sträucher und Bäume bieten nicht nur Nahrung, sondern auch Platz zum Verstecken und Nisten. Die heutige Agrarlandschaft lässt wenig natürlichen Lebensraum für Wildtiere zu, sodass solche Oasen von ihnen liebend gern angenommen werden.

Wer keinen Garten hat, kann auch Tiere in städtischen Parks füttern. Dabei sollte man jedoch beachten, dass gerade Straßennähe Gefahr für die Tiere bedeutet. Gefüttert werden sollte daher vorzugsweise in ruhigen und geschützten Ecken, mit ausreichend Abstand zum Verkehr. Die Fütterung sollte nie auf dem Boden stattfinden, da auch in Parks und Stadtnähe eine Gefahr durch frei laufende Katzen droht.

Verlassene Jungtiere und Trockenperioden – wann Tiere auf menschliche Hilfe angewiesen sind

Wichtiger als Fütterung sind ausreichende Wasserquellen in den heißen Monaten. Gerade in den letzten Jahren wurden anhaltende Trockenperioden in Deutschland für Kleintiere aller Art zu gefährlichen Wochen. Stellen Sie eine Wasserquelle in Ihrem Garten auf, um den Wildtieren ausreichend Flüssigkeit und Abkühlung zu garantieren.

Das Wasser sollte regelmäßig erneuert und ausgetauscht werden.
Eichhörnchen sind scheu. Wenn Sie einem Tier begegnen, dass nicht davon huscht, sondern leicht zu fangen ist – oder Ihnen sogar nachläuft – ist es sehr wahrscheinlich, dass es Hilfe braucht. Es kann sich dabei auch um verwaiste Jungtiere handeln, die in dem Menschen ihre letzte Hoffnung sehen.

Bringen Sie das Tier am besten zu einer Auffangstation speziell für Wildtiere. Keine Sorge: Die Gefahr von Tollwut droht in Deutschland nur bei wenigen Fledermausarten. Nagtiere können allerdings gut kratzen und beißen. Es empfiehlt sich daher beim Einfangen ein Handtuch o.ä. zu benutzen. Solange sie sich in Ihrer Obhut befinden, sollten Sie die kleinen Geschöpfe gut warm halten.